Motherboard
Die Hauptplatine (engl. Mainboard oder auch Motherboard genannt) ist die wichtigste
Komponente des gesamten Computer-Systems, denn auf ihm laufen alle Informationen
zusammen. Auf dem Motherboard befinden sich der Hauptprozessor (CPU) und das BIOS. Es
besitzt Steckplätze für den Arbeitsspeicher (RAM-Speicher) und
Schnittstellen für den Anschluss der Laufwerke (Festplatte, Diskettenlaufwerk,
CD-ROM-Laufwerk usw.) sowie der externen Geräte Monitor, Tastatur, Maus und
Drucker.
Die Auswahl des richtigen Motherboards kann ein schwieriges Unterfangen sein,
denn es gibt viele verschiedene Variationen. Diese Seite versucht, die wichtigsten
Komponenten und Unterscheidungsmerkmale zu erläutern, so dass Sie in der Lage
sind, ein Motherboard zu wählen, das Ihren Anforderungen am besten
entspricht.
Aufbau eines Motherboards

Die Abbildung zeigt ein sog. ATX-Mainboard vom Typ ASRock Typ K7VM2
mit seinen wichtigsten Komponenten und Schnittstellen.
A: Sockel A (462 pins) für Hauptprozessor (AMD Athlon oder AMD Duron)
B: Chipsatz
C: BIOS
D: Steckplätze für Arbeitsspeicher (DDR-RAM u. SD-RAM-Module)
E: Primäre und sekundäre IDE-Schnittstelle für Festplatten-
Anschluss
F: Diskettenlaufwerk-Anschluss
G: Externe Schnittstellen (PS/2 für Tastatur u. Maus; USB, serielle u.
parallele Schnittstellen)
H: AGP-Port für Grafikkarte
I: PCI-Steckplätze für PCI-Erweiterungskarte
ATX-Format
Heute sind Motherboards im sog. ATX-Format bzw. ATX-Standard üblich, die
sich durch eine
sinnvolle Anordnung der Baugruppen auszeichnen. Dadurch wird der Prozessor besser
gekühlt und alle benötigten Schnittstellen sind auf der Platine
integriert. Micro-ATX-Platinen haben zwar kleinere Abmessungen (9,6" x
9,6"), besitzen jedoch weniger PCI- bzw. Speicher-Slots und sind somit
schlechter aufrüstbar. ATX-Boards haben eine spezielle Stromversorgung,
die das kontrollierte Aus- und Einschalten des PCs durch Windows (Soft-Power-On)
unterstützt.
Das ältere Baby-AT-Motherboard (auch BAT-Format) genannt, wird nur noch
benötigt, wenn ältere PCs aufgerüstet und das Gehäuse
weiterverwendet werden soll.
Die Auswahl des Mainboards
Die folgendem Eigenschaften sind beim Kauf eines Mainboards hauptsächlich
zu beachten:
Prozessor (CPU)
Es gibt drei verschiedene Haupttypen von Mainboards, die die heute
hauptsächlich verwendeten drei Prozessortypen unterstützen.
- Sockel A Motherboards (auch Sockel 462 genannt) für AMD Athlon
und Duron Prozessoren
- Sockel 370 Motherboards für Intel Pentium III und Celeron
Prozessoren
- Sockel 478 Motherboards für den Intel Pentium 4 Prozessor
Sie müssen das Motherboard nehmen, das den vorhandenen Prozessortyp
unterstützt, denn ein Celeron-Prozessor passt z.B. nicht auf ein Sockel
A-Mainboard. Die CPUs wiederum unterscheiden sich in der Taktgeschwindigkeit
und im Preis. Besonders schnelle CPUs sind allerdings auch überproportional
teuer.
Jeder Prozessor benötigt für den optimalen Betrieb eine bestimmte
Bustaktfrequenz, die von der Hauptplatine erzeugt werden muss. Diese
Bustaktfrequenz (auch Front-Side-Bustakt genannt) bestimmt letztendlich die
Geschwindigkeit, mit der die Daten zum und vom Prozessor gesendet werden
können.
Einzelheiten und technische Daten zu den verschiedenen Prozessoren finden Sie
hier.
Wenn Sie einen billigen Computer suchen, empfehle ich ein Motherboard mit Sockel
A (auch Sockel 462 genannt), das mit einem AMD Duron Prozessor bestückt
werden kann. Ich fand ein bestens ausgestattetes Motherboard Typ ASRock KVT4-4X
VIA KT333CF zum Super Preis von 38,00 EUR.
Arbeitsspeicher (RAM)
Es gibt hauptsächlich drei verschiedene Arbeitsspeicher RAM)-Typen.
- DDR RAM. Dieser schnelle Seicher wird von Sockel A-Motherboards
(bestückt mit AMD Athlon oder Duron Prozessoren) unterstützt.
Inzwischen kann er allerdings auch auf den neueren Pentium Sockel
478-Motherboards (bestückt mit Pentium 4 Prozessor)installiert werden.
DDR RAM ist in verschiedenen Geschwindigkeiten von 266 MHz bis 333 MHz
erhältlich.
- SD RAM ist der älteste, langsamste und billigste Speichertyp.
Er ist der einzige Speicher, der auf Intel Pentium III/Celeron (Sockel 370)-
Motherboards eingesetzt werden kann. Wenn man sich einen billigen Computer
selbst zusammenbauen will, ist dieser Speichertyp sicherlich empfehlenswert.
Versuchen Sie, PC 133 SD RAM zu bekommen, denn dies ist der schnellste und
gebräuchlichste Typ.
- RD RAM wird nur von Pentium 4 (Sockel 478)-Motherboards
unterstützt. RD RAM-Speicher ist äußerst schnell,
allerdings auch sehr teuer.
Festplatten-Schnittstellen
Heute sind auf den Mainboards Schnittstellen für Festplatten mit den
Übertragungs-Modi Ultra DMA 33, Ultra DMA 66, Ultra DMA 100 und Ultra DMA
133 üblich, wobei Ultra DMA 133 der schnellste und Ultra DMA 33 der
langsamste Modus ist. Moderne Boards haben besitzen meistens zwei IDE-
Schnittstellen zum Anschluss von Festplatte und CD-ROM-Laufwerken.
USB Ports
Inzwischen ist das USB-Port (Universal Serial Bus) auf den meisten Motherboards
zu finden.Achten Sie darauf, dass ein USB 2.0-Port vorhanden ist, denn er ist
wesentlich schneller als USB 1.0. USB 2.0 ist vollkommen rückwärts
kompatibel zu USB 1.0, so dass die alten Geräte weiterhin verwendbar
sind. Achten Sie auch auf möglichst viele USB-Ports, die Regel sind heute
vier USB-Ports.
Hier habe ich sehr günstige Motherboards, wie z.B. das Asrock K7 S8XE, entdeckt.
Asrock K7 S8XE Motherboard
Formfaktor: ATX; Chipsatz: SIS 748; Front-Side-Bus: 200/266/333 MHZ; CPU-Sockel:
Socket 462; geeignet für AMD Duron, Athlon, Athlon XP; Garantie: 2 Jahre.
Onboard Grafik und Sound
Die meisten neueren Motherboards haben Grafik und Sound-Fähigkeiten
bereits integriert. Dies spart Geld, weil Sie keine zusätzliche Grafik-
und Soundkarte kaufen müssen. Jedoch sind die eingebauten Grafikkarten
meistens etwas langsamer und die neuesten Spiele laufen damit manchmal nicht
hundertprozentig. Die eingebauten Soundkarten sind jedoch meistens in Ordnung
und ihr Geld wert.
Das ist das Wichtigste, was Sie über Motherboards wissen sollten. Wenn
Sie sich über aktuelle Preise interessieren, suchen Sie hier nach
günstigen Angeboten.
zurück zur
Übersicht
|