Arbeitsspeicher (RAM)
Im Arbeitsspeicher (RAM = Random Access Memory) legt der Computer zur
Laufzeit alle Daten ab, die er zum Arbeiten benötigt. Hierbei
handelt es sich um das Betriebssystem, Gerätetreiber und
Anwendungsprogramme. Zu wenig Arbeitsspeicher kann zu enormen
Leistungseinbußen führen, denn das Betriebssystem ist in
diesem Fall gezwungen, während des Verarbeitungsprozesses Daten
auf die relativ langsame Festplatte auszulagern. Bevor Sie einen
schnelleren Prozessor ins Auge fassen, sollten Sie zunächst
über eine Erweiterung des RAM-Speichers nachdenken. Wenn Sie die
Möglichkeiten haben, sollten Sie den PC unbedingt mit
genügend Arbeitsspeicher ausstatten. Bedenken Sie, dass allein das
Windows XP Betriebssystem mindestens 128 MB Speicher erfordert.
Leistungsbeeinflussende Faktoren
Die Geschwindigkeit von RAM-Modulen wird von mehreren Faktoren
beeinflußt:
1. Taktfrequenz
Moderner SD-RAM Speicher wird mit Taktfrequenzen von 100 oder 133 MHz
betrieben. Vorher lagen die Taktgeschwindigkeiten bei 66 MHz bzw. 33
MHz.
2. Zugriffszeit
Sie wird bestimmt von der Taktfrequenz und beträgt bei 133 MHz 7,5
Nanosekunden.
3. Interne Verarbeitungsgeschwindigkeit
Bei der internen Verarbeitungsgeschwindigkeit der RAM-Module wird
zwischen RCD (RAS-to-CAS-delay), CL (CAS-Latency), RP (RAS Precharge
Time) unterschieden. Diese Geschwindigkeitsfaktoren sind häufig in
der Produktbeschreibung angegeben und zwar in der Reihenfolge
Taktgeschwindigkeit, CL, RCD, RP, z.B. 133 MHz 2-2-2.
Speichertypen
Leider gibt es viele unterschiedliche RAM-Typen. Es gibt
unterschiedliche Ausführungen von jedem Typ und verschiedene
Preisklassen. Bei der Aufrüstung Ihres PCs müssen Sie aufgrund
dieser Typenvielfalt deshalb herausfinden, welchen Speichertyp Sie
überhaupt verwenden können. Hilfe leistet das Handbuch des
Mainboards oder die Webseite des Mainboard-Herstellers. Ich will
versuchen, etwas Licht und Ordnung in das Dunkel zu bringen.

SD-RAM- (oben) und DDR-SDRAM-Speichermodule (unten) sind
äußerlich an den unterschiedlichen Einsteckkerben zu erkennen. SD-RAM-
Module besitzen 168 pins, DDR-SDRAM-Module haben 184 pins.
SD-RAM
SD-RAM ist der momentan gebräuchlichste Speichertyp.
Ursprünglich hatte er eine Bustaktfrequent von 66 MHz, später 100
MHz und jetzt kann er mit 133 MHz (PC 133) betrieben werden. Wenn Sie einen
Pentium III-Prozessor im Einsatz haben, verwendet er wahrscheinlich diesen
Speichertyp. PC100-Speicher ist etwas älter und für Pentium II-
Prozessoren geeignet. PC133-Speicher ist der neuere und schnellere
Speicher, geeignet für Pentium III und Celeron-Prozessoren.

SD-RAM
Speicher 128 MB PC-133 wie dieser kostet etwa 45 EUR, kaufen Sie hier.
DDR-SDRAM
DDR-SDRAM ist eine Weiterentwicklung des SD-RAM. DDR-SDRAM (Double Data
Rate) besitzt eine doppelte Datenübertragungsrate, die dadurch
erreicht wird, dass pro Taktsignal zwei Bits statt einem Bit
übertragen werden. Er ist somit wesentlich schneller als SD-RAM, so
dass ich diesen Speicher vor allem für schnelle AMD Athlon- oder AMD
Duron Prozessoren empfehle. Aber auch für einen Pentium 4 Computer ist
dieser Speicher eine sehr gute Wahl.
Etwas verwirrend ist die Tatsache, dass es DDR-SDRAM mit verschiedenen
Bustakt-Geschwindigkeiten gibt. Der schnellste der von den
gebräuchlichsten Motherboards unterstützte Typ ist der DDR 400
RAM mit 400 MHz Bustakt. Wenn Sie Ihren Computer lediglich aufrüsten
und Geld sparen wollen, können Sie auch auf billigeren DDR RAM-
Speicher mit 333 MHz Bustakt zurückgreifen.

DDR-RAM
Speicher 256 MB PC-133 kostet etwa 70 EUR, kaufen Sie hier.
RD-RAM (Rambus Speicher)
Rambus-Speicher (auch RIMM genannt) ist ein spezieller Speichertyp, der
von Intel auf den Markt gebracht wurde und ausschließlich von Pentium
4 Computern verwendet werden kann. Der Speicher arbeitet zwar mit sehr
hohen Taktfrequenzen (bis 800 MHz), besitzt jedoch nur acht Datenleitungen
(der SD-RAM hat dagegen 14 Datenleitungen). Außerdem müssen
diese Chips immer paarweise installiert werden.
RD RAM-Speicher hat einen sehr großen Nachteil: er ist ungefähr
doppelt so teuer wie DDR-SDRAM, aber nur wenig schneller. Deshalb hat er
sich auf dem Markt nicht durchgesetzt.
TIP
Besonders bei SD-RAMS treten oft Inkompatibilitäten mit dem
Motherboard oder mit bereits vorhandenen RAM-Modulen auf. Außerdem
ist bei manchen Speichermodulen das sog. SPD-EEPROM-Chip, das die
technischen Daten des Moduls enthält, falsch programmiert, was dann zu
Übertragungsfehlern führen kann. Ich empfehle deshalb, nur
Speicherriegel des selben Herstellers zu verwenden und nach
Möglichkeit nur Module von Markenherstellern (z.B. Infineon, Micron,
Samsung usw.) zu kaufen.
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